Brauchtum auf Brač: Das Fest des Hl. Antonius
Die Menschen auf Brač sind bekannt für ihre Lebensfreude und ihren Frohsinn. Wahrscheinlich auch, weil sie wissen, wie man feiert. Denn dann, wenn sich nach Weihnachten und Silvester über andere Teile Kroatiens Ruhe legt, steht auf Brač schon die nächste Feierlichkeit an. Am 17. Januar gedenkt man nämlich mit einem Fest dem Heiligen Antonius (Sv. Antun).
11. Januar 2026
Wer ist Antonius und warum ist er heilig?
Der Mann, dem zu Ehren man jedes Jahr am 17. Januar auf Brač ein großes Fest feiert, lebte zwischen 251 und 356 n. Chr. Geboren in Ägypten, wurde er im Laufe seines überaus langen Lebens unter vielen Namen bekannt. Darunter Antonius der Einsiedler, Antonius der Große, Antonius von Koma und Antonius Eremita. Er verschenkte sein gesamtes Erbe, um als Eremit in der Einsamkeit zu leben. Die Menschen seiner Zeit verehrten ihn, weil er angeblich Wunderheilungen vollbrachte. Als Eremit verbrachte er zudem viel Zeit in der Wüste. Dort soll ihm der Teufel immer wieder mit Versuchungen begegnet sein. Doch der Mann Gottes blieb standhaft und ließ sich nicht verführen. Nicht nur wegen seiner Standhaftigkeit, sondern auch weil er asketisch lebte sowie Nächsten- und Gottesliebe pflegte, wurde Antonius heilig gesprochen. Oft bezeichnet man ihn als Begründer christlichen Mönchtums, schließlich soll Antonius als Erster lose christliche Gemeinschaften etabliert haben.
Im christlichen Glauben gilt Antonius der Große (oder auf kroatisch eben: Sv. Antun) als Schutzpatron der Bauern und ihrer Nutztiere, der Schweinehirten und Metzger. Auch als Beschützer von Dörfern verehrt man ihn noch heute. Nicht zu verwechseln ist er übrigens mit seinem Namensvetter, dem heiligen Antonius von Padua. Dieser lebte rund 1000 Jahre nach Antonius Eremita in Portugal und Italien. Der Gedenktag "unseres" Antonius ist sein Todestag: der 17. Januar.
Antonius Fest als Brauchtum
Das ist auch gleichzeitig der jährliche Termin für das Fest des Heiligen Antonius auf Brač. Gefeiert wird vor allem in Pražnica. Dabei handelt es sich um ein kleines Dorf mit kaum mehr als 300 Einwohnenden. Es liegt etwa eine halbe Stunde östlich vom Hotel Lemongarden im Landesinneren und bezaubert durch sein ursprüngliches Flair. Die Menschen hier leben ihre Traditionen. Viele von ihnen sind bis heute in der Landwirtschaft, in der Steinmetzerei und in der Schafzucht tätig. Das Dorf wirkt wie aus der Zeit gefallen; es ist eines der ältesten auf der ganzen Insel.
Doch wenn am 17. Januar die Glocken zur Antonius-Messe rufen, findet sich das ganze Dorf in der Kirche ein. Vergessen sind die trüben Wintertage spätestens dann, wenn man sich danach zu einer Art Volksfest einfindet. Die Menschen essen Hausgemachtes, oft gibt es Musik. Ein schöner Brauch sind die Tiersegnungen, die mit dem Fest des Hl. Antonius einhergehen. Nicht nur in dem kleinen, auf einem Hochplateau gelegenen Dorf feiert man, auch in Novo Selo kommen die Einheimischen zum Feiern zusammen. Ganz so spektakulär wie etwa auf Mallorca, wo man auf der ganzen Insel zu Ehren des Heiligen Scheiterhaufen anzündet und Menschen als Dämonen verkleidet mit Pyrotechnik durch die Straßen laufen, wird es freilich auf Brač nicht.
Tipp!
Wir freuen uns auch auf ein weiteres Fest, nämlich den Saisonbeginn im Hotel Lemongarden. In etwa drei Monaten wird das wunderschöne Boutiquehotel am Meer wieder seine Pforten öffnen. Sichern Sie sich schon jetzt Ihr Lieblingszimmer!