Die wichtigsten Stätten auf Brač
Wer die kroatische Insel Brač schon einmal besucht hat, weiß, wie schön und faszinierend sie ist. Neben ausgezeichneten Oliven, glasklarem Wasser und romantischen Buchten bietet sie nämlich auch hübsche Dörfer und jede Menge freundlicher Menschen. Einen Mangel an wichtigen Kulturerbestätten auf Brač kann man ebenfalls nicht beklagen, auch wenn die Insel bislang über keine offiziellen UNESCO-Welterbestätten verfügt.
29. Januar 2026
Astronomisches Vermächtnis: Eremitage Blaca
Damit ein Ort in die Liste der UNESCO-Welterbestätten aufgenommen wird, muss er strenge Kriterien erfüllen. So muss es sich zum Beispiel um ein einzigartiges Zeugnis einer kulturellen Tradition handeln. Die Prüfung erfolgt durch ein Gremium aus 21 Staaten und kann Jahre dauern. Aktuell steht die Eremitage Blaca (Pustinja Blaca) auf der Vorschlagsliste. Verdient hätte die beeindruckende, in einen Felsen gebaute Einsiedelei den offiziellen Status eines UNESCO-Welterbes auf jeden Fall. Doch auch ohne Titel handelt es sich um einen außergewöhnlichen Ort. Gegründet 1551 von zwei Mönchen im Inneren der Insel, entwickelte es sich bis ins 18. Jahrhundert zu einem großen Klosterkomplex.
Im 19. Jahrhundert erlebte die Einsiedelei einen Niedergang. Pater Nikola Miličević nutzte sie dann als Sternwarte. Und das durchaus erfolgreich. Von hier entdeckte er Novae und Kometen. Seiner Verdienste wegen benannte die Internationale Astronomische Union vor 20 Jahren zwei Asteroiden nach ihm: Brač und Nikola Miličević. Heute befindet sich ein kleines Museum beim Kloster. Die Eremitage Blaca ist nur 20 Kilometer vom Hotel Lemongarden entfernt an der Südküste der Insel zu finden. Ein Ausflug lohnt sich auf jeden Fall!
Steinerne Kulturerbestätten
Untrennbar mit der Insel Brač verbunden ist der strahlend weiße Kalkstein, der hier seit Jahrhunderten abgebaut wird. Entstanden während der Zeit der Oberkreide hat das Material einen Siegeszug um die ganze Welt angetreten. Nicht nur Teile des Diokletianpalastes in Split, sondern auch des Weißen Hauses in Washington, D.C. bestehen aus dem Stein. Er ist nicht nur schön und vielseitig einsetzbar, sondern auch lange haltbar. Außerdem zeichnet er sich durch seine glatte Oberfläche und die strahlend weiße Farbe aus. Das macht ihn so interessant für Paläste, Skulpturen, Sakralbauten. Entsprechend angesehen ist auf der Insel das Steinmetzhandwerk. Weitergegeben über Generationen ist das Wissen rund um den Stein und dessen Bearbeitung bis heute ein Quell des Stolzes unter den Einheimischen. In Pučišća können Interessierte die Steinbrüche besuchen. Hier befindet sich auch die letzte Steinmetzschule in Europa. Wissenswertes am Rande: Der weiße Stein aus Brač ist geologisch betrachtet kein Marmor, auch wenn er oft als solcher bezeichnet wird.
Kirchen und Kapellen auf Brač
Selbstverständlich hat die Insel in Sachen Architektur aber noch mehr zu bieten als ein Felsenkloster und jede Menge Steinbrüche. Da wäre zum Beispiel die Tatsache, dass über 100 Kirchen und Kapellen die Insel säumen. Besonders bekannt ist die Basilika von Povlja. Sie stammt aus frühchristlicher Zeit, nämlich aus dem 6. Jahrhundert. Erbaut von den Römern ist sie zwar nicht mehr zur Gänze erhalten, doch wer durch ihre Überreste marschiert, kann nicht anders, als beeindruckt zu sein. Direkt daneben befindet sich die Pfarrkirche St. Johannes des Täufers. Ganz in der Nähe, entlang der Uferpromenade finden sich übrigens zwei Statuen aus dem weißen Insel-Stein.
In Lovrečina, zwischen Postira und Pučišća, findet sich eine bedeutende archäologische Stätte und ein bedeutendes Kulturerbe auf Brač: Die Basilika Lovrečina. Ihre Überreste finden sich an einem der seltenen Sandstrände auf Brač. Bis heute zu sehen sind Mauern und Kolonnaden sowie Fundamente. Jedes Jahr am 10. August wird die Ruine von zahlreichen Menschen besucht, die hier das Fest des Heiligen Laurentius feiern.
Außergewöhnliches Kulturerbe auf Brač: Die Drachenhöhle
Einen Ort muss man unbedingt gesehen haben, wenn man Urlaub auf Brač macht: Die Drachenhöhle (Zmajeva Špilja) oberhalb des kleinen Dorfes Murvica. Um sie zu besuchen, wandert man etwa eine halbe Stunde hinauf zu dem denkwürdigen Bauwerk. Es handelt sich um jenen Ort, der den Mönchen von Pojica als Tempel und Zuhause diente. Heute handelte sich um einen Ort, der von vielen Sagen umrankt ist. Darunter jene, wonach einst ein einäugiger Riesendrache in der Höhle lebte.
Daher hat sie auch ihren Namen. Ein Relief aus dem 15. Jahrhundert zeugt von den vielen Geschichten, die mit ihr verbunden sind. Um Beschädigungen an diesem besonderen Ort zu verhindern, kann man die Höhle nur im Rahmen einer geführten Tour besichtigen. Ein Ausflug lohnt sich auf jeden Fall! Die Fahrt nach Murvica an der Südküste dauert vom Hotel Lemongarden direkt am Meer an der Nordküste etwas mehr als eine Stunde. Einmal dort, kann man gleich auch beim Goldenen Horn (Zlatni rat) Halt machen.
Tipp!
Vor allem im Frühling, wenn die Temperaturen noch milder sind, ist der Anstieg zur Drachenhöhle ein besonderes Erlebnis. Nutzen Sie die Gelegenheit und Buchen Sie schon jetzt Ihren Aufenthalt im Hotel Lemongarden. Wir sind ab 26. April 2026 wieder für Sie da!