Graue Zellen einfach schützen
Immer mehr Studien weisen darauf hin, dass der von Social Media geprägte Alltag erhebliche Auswirkungen auf das Gehirn hat. Und zwar keine positiven. Während der jährlich im März stattfindenden Brain Awareness Week rückt die Bedeutung des Gehirns in den Fokus der Aufmerksamkeit. Glücklicherweise, denn wie gesund unsere Grauen Zellen sind, haben wir zu einem signifikanten Teil selbst in der Hand.
3. März 2026
Schaltzentrale des Menschen
Es sind rund 11 Millionen Informationen, die pro Sekunde ans Gehirn gemeldet werden – von all unseren Sinnesorganen. Geräusche in der Umgebung, die Lufttemperatur, Gerüche, alles, was wir sehen und dazu jede Menge Gedanken. Schätzungen zufolge haben wir rund 70.000 Gedanken pro Tag, das sind etwa 49 pro Minute. Ein Großteil dieser riesigen Datenmenge verschwindet im Unterbewusstsein und dient dem Körper dazu, zu funktionieren. Umgerechnet heißt das, dass unser Gehirn 99,99 Prozent aller Reize filtert. Sonst wären wir schlichtweg überfordert. Bewusste Sinneseindrücke verarbeitet das Gehirn etwas langsamer und viel weniger. Schätzungen gehen davon aus, dass es 2.400 bis 3.000 pro Minute sind. Urlaub fürs Gehirn gibt es dabei nie.
Möglich macht dieses Wunderwerk ein Netzwerk aus 100 Milliarden Nervenzellen. Sie erzeugen Gedanken und Gefühle, geben Reize weiter, steuern Bewegungen, regulieren Atmung und Herzschlag, verarbeiten und speichern. Ihre Funktionsweise ist überaus spannend: Die Nervenzellen (Neuronen) empfangen über Dendriten (Verästelungen) Signale. Diese leiten sie als elektrische Impulse an Axone (Neuron-Fortsätze) weiter. An den Verbindungsstellen, den Synapsen, werden aus den elektrischen Impulsen schließlich chemische Botenstoffe, die Neurotransmitter. Das Gehirn ist ein Leben lang plastisch. Das heißt, es verändert sich durch Lernen und Erfahrung, bildet also neue Netzwerke. Jedes Gehirn-Areal hat unterschiedliche Aufgaben.
Kurzvideos sind ungesund
Wer sich bewusst macht, wie hoch komplex das Gehirn ist und wie es funktioniert, versteht besser, weshalb ein Leben vor dem Smartphone so viele negative Auswirkungen auf die Gehirngesundheit hat. Der Begriff "Brain Rot" hat sich dafür schon etabliert. Im Grunde geht es darum, dass Kurzvideo-Konsum nachweislich zu einem Abbau der Gehirnmasse führt, außerdem sinkt die Aufmerksamkeitsspanne, die Impulskontrolle fällt immer schwerer, die Fähigkeit zu analytischem Denken nimmt ab und die kognitive Erschöpfung nimmt zu. Kurz: Das Gehirn wird passiv. Aber warum sind TikTok und Co. so ungesund?
Was all diese Plattformen nutzen, ist die Tatsache, dass durch das Swipen Dopamin im Gehirn ausgeschüttet wird. Dabei handelt es sich um jenen Botenstoff, der gute Laune macht und das Belohnungszentrum aktiviert. Jedes neue Video führt zu einer neuen Dopamin-Ausschüttung. Das Gehirn verlangt nach mehr davon, und schon wischen wir erneut über den Bildschirm und haben die Zeitreise erfunden: Aus "nur ein Video" wurde der halbe Vormittag. Die schnell wechselnden Informationen erschweren die Fähigkeit, sich länger auf eine Sache zu konzentrieren. Das Verstehen von Zusammenhängen, Nachdenken und Problemlösungsfähigkeiten sinken. Wissenschaftlich belegt ist, dass Swipen die Fähigkeit zum analytische Denken um 38 Prozent senkt. Auch das Gedächtnis wird in seiner Funktionsweise eingeschränkt.
Urlaub fürs Gehirn
Wer sein Gehirn schützen möchte, legt regelmäßig Urlaub ein. Nicht nur im Sinne von: verzichtet immer wieder bewusst auf den Konsum von Kurzvideos, sondern auch im Sinne von: fährt weg. Denn Reisen ist wie eine Art Fitnessstudio fürs Gehirn. Neue Eindrücke, eine Umgebung, in der man sich erst zurechtfinden muss, eine Sprache, die man (noch) nicht versteht, neue Gerüche und andere Geräusche – all das trainiert die Bildung neuer neuronaler Verbindungen. Das Gehirn bleibt aktiv und jung.
Was man ebenfalls nicht unterschätzen darf, ist das Stresshormon Cortisol. Ein dauerhaft zu hoher Spiegel ist Gift für die Grauen Zellen. Es lässt nämlich das Lernzentrum (Hippocampus) schrumpfen, führt zu Entzündungen im Nervengewebe und fördert kognitiven Verfall. Stress zu reduzieren, ist also eine wichtige Maßnahme, um unser Gehirn gesund zu halten. Und wo ist man entspannt wie sonst kaum wo? Korrekt, im Urlaub, ganz weit weg vom Alltag. Ein weiterer Vorteil von Entspannung hat mit dem sogenannten "Default Mode Network" zu tun. Dabei handelt es sich um eine Region im Gehirn, die im Zusammenhang mit Kreativität und Problemlösungsfähigkeiten steht. Probieren sie es aus und lassen Sie sich überraschen, was Ihnen im Liegestuhl am Hotel Lemongarden Pool so alles einfällt ...
Eine gute Idee ist es, den Urlaub dafür zu nutzen, ein bisschen an der Konzentrationsfähigkeit und am analytischen Denken zu arbeiten. Klingt mühsam, ist in Wahrheit aber eigentlich unterhaltsam: Lesen Sie ein gutes, dickes Buch, spielen Sie mit Freunden Schach oder Poker, versuchen Sie, ein paar kroatische Wörter zu lernen. Nutzen Sie zudem die Gelegenheit, in unseren Zimmern und Suiten richtig gut zu schlafen. Schlaf ist eine der wichtigsten Maßnahmen für Gehirngesundheit schlechthin. Während wir schlummern, finden Lernprozesse statt, Erinnerungen werden festgeschrieben und schädliche Stoffwechselprodukte ausgeschieden.
Tipp!
Tun Sie etwas für Ihr Gehirn – kommen Sie ins Hotel Lemongarden zum Entspannen, Genießen und Regenerieren. Wir freuen uns schon darauf, unsere Gäste in der neuen Saison begrüßen zu dürfen.