Traditionelle Peka, © Pexels/Mathieu Alvarez

Typisch Kroatien

Typisch für Kroatien: Peka als dalmatinische Besonderheit

Sie ist eines der vielen kulinarischen Highlights, die die kroatische Küche hervorgebracht hat: Peka. Obwohl sie im ganzen Land beliebt ist, hat sie ihren Ursprung in Dalmatien. Wir verraten, was sich hinter dem Begriff verbirgt, warum Peka typisch für Kroatien ist und was Peka-Gerichte so besonders macht.

6. Oktober 2026

Was ist Peka?

Als "Peka" bezeichnet man sowohl eine Zubereitungsart als auch das Kochgeschirr, das man verwendet. Übersetzen lässt sich Peka mit "Ascheglocke": Es handelt sich um eine glocken- oder kuppelförmige Haube aus Gusseisen, Ton oder Keramik. Fleisch, Gemüse, Meeresfrüchte oder auch Brot werden auf ein flaches Blech gelegt, über das man die Peka stülpt. Man stellt beides auf eine offene Feuerstelle und bedeckt es vollständig mit heißer Asche oder glühender Holzkohle. Die Glut besteht idealerweise aus Hainbuchen- oder Buchenholz. Wichtig ist, dass die Peka komplett von der Hitze umschlossen wird. Nur so gelingt ein gleichmäßiges Braten. 

Für die Zubereitung von Peka-Gerichten muss man einiges an Geduld mitbringen. Je nachdem, wieviel Bratgut man unter der Peka hat, dauert es mehrere Stunden, bis es zart geschmort ist. Neben Fleisch, Meeresfrüchten, Fisch und Gemüse kommen auch unterschiedliche Kräuter zum Einsatz. Hin und wieder wird es gewendet und mit Wein oder Brühe abgelöscht. Das Ergebnis ist ein Eintopf mit besonders zarten Zutaten. 

Ein Tisch Erwachsener Menschen isst bei Sonnenuntergang auf einer Dachterrasse

Wann isst man Peka?

Weil die Zubereitung lange dauert, oft sogar bis zu drei Stunden, ist Peka kein Alltagsgericht sondern etwas, das man zu speziellen Anlässen genießt. Man denke zum Beispiel an Geburtstagsfeiern oder Feiertage. Viele Familien haben für die Zubereitung von Peka im Haus spezielle, offene Feuerstellen. Normalerweise sind Peka-Glocken für vier bis acht Personen ausgelegt, weshalb das Essen ein geselliges Sharing Event ist. Im Restaurant kann man wegen der langen Zubereitungszeit Peka meist nur dann genießen, wenn man sie einen Tag vorher bestellt.

Peka in Kroatien: Typisch und ursprünglich

Die Peka (auch als Čripnja oder Sača bekannt) ist die vielleicht authentischste Form der Speisenzubereitung in Kroatien. Ärchäologische Funde belegen nämlich, dass im östlichen Mittelmeerraum und an der Adria bereits in der Bronzezeit (2200 bis 800 v. Chr.) Tonkochgefäße mit Asche und Kohlen bedeckt zum Kochen von Speisen benutzt wurden. So, wie die Peka heute aussieht, ist sie das Ergebnis einer langen Entwicklung, in die venezianische und osmanische Traditionen einflossen. Der Begriff Peka leitet sich von pekar ab - dem Wort für Bäcker. Eine durchaus passende Bezeichnung, denn das Essen bäckt wie ein Laib Brot in der Hitze. 

Schöner gedeckter Tisch mit Speisekarte, Oliven und Zitronen

Wie man Peka macht

Eine besonders beliebte Form der Peka ist in Dalmatien jene mit Lamm. Die Zutaten für ca. 4 bis 6 Personen:

  • 1,5 kg Lammfleisch von der Schulter, Haxe oder Keule, samt Knochen und in grobe Stücke geschnitten
  • 1 kg festkochende Kartoffeln, geschält und geviertelt
  • 2 große Zwiebeln (geviertelt)
  • 3 Karotten (in dicke Scheiben geschnitten)
  • 2 Paprikaschoten (grob gewürfelt)
  • 2 Tomaten
  • 2-3 frische Rosmarinzweige
  • 4-6 angedrückte Knoblauchzehen
  • Salz, schwarzen Pfeffer
  • 100 ml Olivenöl
  • 150-200 ml trockenen Weißwein

Zubereitung:
Etwa eine Stunde vor Kochbeginn zündet man ein Holzfeuer an. Buchen- oder Olivenholz eignen sich dafür gut, weil ihre Glut lange anhält. Das Feuer muss bis zu einer heißen Glut herunterbrennen. Auch die Peka heizt man vor, indem man schon etwas Glut drauflegt.

Während das Feuer lodert, werden die Lammstücke mit Salz, Pfeffer und der Hälfte des Olivenöls eingerieben.

Das Gemüse und die Kartoffeln mischt man in einer eigenen Schüssel mit Öl, Salz und Knoblauch.

Der flache Teil der Peka wird mit Olivenöl eingefettet. Auf ein Bett aus Kartoffeln und Gemüse kommen die Lammstücke und Rosmarinzweige.

Die Peka wird geschlossen und mit Glut bedeckt. Sie muss dann in einem ersten Schritt für ca. eine Stunde braten. Danach wird das Fleisch gewendet und mit Weißwein aufgegossen, bevor es noch eine weitere Stunde brät. Damit das Fleisch eine knusprige Kruste bekommt, reduziert man in der letzten Viertelstunde die Hitze, indem etwas Glut vom Deckel entfernt wird. Fertig ist das Essen, wenn das Fleisch sich vom Knochen löst. Das Gericht gelingt übrigens auch, wenn man keine Peka besitzt. Dann werden die Zutaten im gusseisernen Bräter im Ofen gegart.

Tipp!

Authentische Peka genießen die Gäste des Hotel Lemongarden zum Beispiel beim "Final Taste of Summer" von 22. bis 26. Oktober 2026. Als stimmungsvoller Ausklang des Sommers stehen vier Tage ganz im Zeichen der Geselligkeit. Geführte Wanderungen, authentische Klapa Musik und natürlich jede Menge kulinarische Highlights sind Teil des viertägigen Specials.

Zur Buchung

Zwei Köch:innen bereiten Spanferkel mit vielen verschiedenen Beilagen zu Vier Männer singen am Abend bei einem Event vor dem Hotel Olivenhaus zwischen Olivenbäumen bei Abendstimmung

FAQ

  • Was ist Peka?

    Peka ist sowohl der Begriff für Eintöpfe, die unter einer Ton- oder Gusseisenglocke geschmort werden, wie für das Gargefäß an sich.

  • Wo kann man Peka essen?

    Bei Peka handelt es sich um ein besonderes Essen, das man sich im Familien- oder Freundeskreis gönnt oder in einer Konoba nach Vorbestellung erhält. Im Hotel Lemongarden können die Gäste das traditionelle Essen auch bei Events wie dem “Final Taste of Summer” erleben.

  • Was ist "Final Taste of Summer"?

    Bei “Final Taste of Summer” handelt es sich um ein viertägiges Special, bei dem Genuss und Geselligkeit im Mittelpunkt stehen: geführte Wanderungen sind ebenso Teil davon wie traditionelle Musik und Gemütlichkeit.

Helena
Ramsbacher

Portrait von Helena Ramsbacher, Managing Director

Das könnte Sie auch interessieren