Wind in Kroatien
Während in vielen Städten Europas die Temperaturen nie geahnte Höhen erreichen, bleibt es am Meer meistens angenehm. Das hat einerseits mit der Wasseroberfläche zu tun, andererseits aber auch mit den unterschiedlichen Meeresbrisen. Was die Winde in Kroatien verraten können und weshalb ein Urlaub am Meer an besonders heißen Tagen Abkühlung verspricht.
17. Juni 2026
Warum ist es am Meer kühler?
Wasser ist der Inbegriff von Kühle, Erfrischung und Sauberkeit. Dieses Empfinden ist tief in uns verwurzelt. Nichts kühlt so schnell ab wie der Sprung ins kalte Wasser. Man muss sich aber nicht erst in die Fluten begeben, um den Kühleffekt des Meeres zu spüren. Auch direkt an der Küste ist es angenehmer als im Landesinneren. Das hat damit zu tun, dass Wasser Wärme effizient speichert und nur langsam wieder abgibt. In diesem Sinne ist es also das Gegenteil von Beton.
Weil das Meer über ein so großes Volumen verfügt, verteilt sich die Wärme der Sonnenstrahlen gut. Es absorbiert sie und gibt sie nur langsam wieder ab. Das Wasser wirkt aber auch wie ein Schutzschild. Denn einen Teil der Sonnenstrahlen reflektiert es zurück nach oben in die Atmosphäre. Durch die Hitze verdunstet Meerwasser, dafür braucht es Energie. Die entzieht es direkt der Luft. Es kühlt also ab. Zwischen Land und Meer entsteht ein Temperaturunterschied, durch den eine kühlende Meeresbrise aufkommt. Dazu kommen noch unterschiedliche typische Winde in Kroatien.
Die Bora: Kühlend und klärend
Hauptsächlich im Herbst auftretend, gilt die Bora als einer der typischsten Winde in Kroatien. Er bläst meistens zwischen Oktober und März, kann aber das ganze Jahr über auftreten. Die Bora ist trocken, stark und böig. Die Fallwinde sind für die Landwirtschaft auf Brač wichtig. Sie halten Feuchtigkeit von Pflanzen fern. Das kommt dem Wein-, Oliven- und Obstbau auf der Insel zugute. Sie verhindern außerdem Wurzelfäule. Im Sommer freut man sich über die Abkühlung, die mit der Bora kommt. Sie vertreibt Mücken, Insekten und Feinstoff aus der Luft. Surfer und Kiter lieben die Bedingungen, die der Wind für ihren Sport mitbringt.
Jugo/Schirokko: drückend und schwül
Der Ostwind entsteht an der afrikanischen Küste und ist dort heiß und trocken. Auf seinem Weg nach Europa verändert er aber seinen Charakter. Über dem Mittelmeer nimmt er nämlich Feuchtigkeit auf, dadurch wird die Luft schwül und feucht. Wenn er schließlich auf Kroatien trifft, kommt es zu dichten Wolken, drückender Hitze und langanhaltenden Regen. Oft bringt er auch Saharastaub mit, der die Landschaft mit einem rötlichen Film überzieht. Man erkennt den Schirokko an hohen Wellen und gleichmäßigen Wind. Meist tritt er im Frühling und Herbst auf. Für unerfahrene Segler, Surfer und Kitesurfer bringt der Schirokko gefährliche Bedingungen mit sich.
Maestral: der Beliebte Wind in Kroatien
Ein Sommer an der Adria ist ohne Maestral nicht komplett. Der beliebte Schönwetterwind ist hier nicht wegzudenken, sorgt er doch mit seiner sanften Brise für verlässliche Abkühlung. Er folgt einem besonderen Rhythmus: er setzt ab ca. 10 Uhr morgens langsam ein, erreicht um etwa 14 Uhr seinen Höhepunkt und verschwindet gegen 18 Uhr. Segler, Wind- und Kitesurf-Anfänger, Kajak-Fahrer und SU-Paddler mögen diese Berechenbarkeit. Der Maestral ist gleichmäßig und frei von plötzlichen Böen.
Der Levante: Ein Chamäleon
Je nachdem, wo der Wind auftritt, verhält er sich komplett anders. Während er in der Straße von Gibraltar extreme Windstärken erreicht, ist er an der kroatischen Adria eher mäßig und beständig. Der Ostwind tritt hauptsächlich bei trübem und regnerischem Wetter auf, weht konstant und ist dadurch sehr berechenbar. Erfahrene Segler finden ihn manchmal etwas zu berechenbar, wenn nicht sogar langweilig.
Tipp!
Urlaub am Meer ist immer eine Wohltat. Gäste im Hotel Lemongarden können sich nicht nur auf toll klimatisierte Zimmer und Suiten freuen, sondern auch auf den natürlichen Kühl-Effekt des Maestral. Die dicken Mauern der Steinhäuser, in denen sich die Unterkünfte befinden, sorgen zusätzlich für angenehmes Wohnraumklima.